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wenig euphorisch
Tja, nun war ich auf DEM Strickevent des Jahres, dem 3. deutschen Ravelry Meeting, und ich bin mit einem etwas leeren Gefühl wieder nach Hause gefahren. Ich gestehe, dass ich schon wenig euphorisch aufgebrochen bin.
Ich habe ein paar liebe Bekannte wieder getroffen, was mich sehr gefreut
hat. Mit Frau Böcher von Stitches konnte ich ein paar Worte wechseln (wir trugen
die gleiche Jacke, weshalb es leicht war, ins Gespräch zu kommen) und
ich habe Wolle gekauft. Ich war nicht so sehr in Plauderlaune, weshalb ich dann
auch recht früh wieder aufgebrochen bin und den späten Nachmittag mit
Mann und Hund in der Natur verbracht habe.
Auf dem Rückweg haben Frau Sockhaus und ich die Autobahn verlassen um im Haus voll Wolle einen Zwischenstopp einzulegen. Wenn ihr jemals nach Düren kommt ... nix wie hin! Das Haus ist wirklich voll Wolle und wir wurden mit dem Tipp, unseren Männern das Lagern von Wolle als Wärmedämmung zu verkaufen, entlassen :-))
Doch zurück zum Event.
18 € habe ich für eine Tageskarte bezahlt, dafür durfte ich Wolle kaufen und mich setzen, mir meinen Kaffee und das Brötchen in der Fußgängerzone und die Infos zum "Ablauf" durch Mund zu Mund Propaganda holen.
Hätte ich die Wolle per Internet gekauft, wären die Versandkosten vergleichsweise gering ausgefallen.
Gut, könnte man sagen, das ist mal wieder die typische Konsumentenmentalität: "Ich habe bezahlt, also biete man mir was!" Aber nein, so ist es nicht.
Was mir gefehlt hat, ist eine Moderation. Eine virtuelle Gemeinschaft lässt sich halt nicht ohne angemessene Moderation in die Realität verpflanzen und so habe ich mich irgendwie verloren, fehl am Platze gefühlt.
In den verschiedenen Blogs las ich Äußerungen wie "Warten auf Godot", "Man steht an der Bushaltestelle und der Bus kommt nicht", "Wie bestellt und nicht abgeholt" und tatsächlich kann ich das alles nachempfinden. Eine Begrüßung, Ablaufpläne und Uhrzeiten der Kurse, Hinweise auf Verlosungen, etc ... kurz, eine Struktur hat völlig gefehlt. Ich habe nicht erwartet, dass ein Happening nach dem anderen auf der Bühne stattfinden würde aber hin und wieder vernehmliche Hinweise auf Kurse, mögliche freie Plätze in den Kursen, irgendetwas, das dem Publikum das Gefühl gegeben hätte, tatsächlich wegen einer gemeinsamen Sache angereist zu sein, das hat einfach gefehlt.
So saßen wir auf engem Raum an Tischreihen, aufgebaut wie bei einer Karnevalssitzung, mit freiem Blick auf eine Bühne, auf der nichts stattfand.
Was mir einfach gefehlt hat, war der berühmte Funke, der überspringt,
der die Begeisertung der Organisatoren auf die Gäste und Besucher
überträgt. Die Begeisertung ... die hat gefehlt ... letztlich dann auch
bei mir. Schade.
Ravelry, das ist eine Community.
Community bedeutet Gemeinschaft und davon habe ich nichts bemerkt und Ravelry tauchte eigentlich nur auf der Eintrittskarte auf.
Ob das nun an mir liegt oder an dieser Form der Zusammenkunft .... ich weiß es nicht.
Bonn 2012? Wir werden sehen ... im nächsten Jahr ;-)
Ich möchte nicht ungerecht erscheinen und natürlich weiß ich, oder kann mir vorstellen, wie viel Organisationskram dieses Treffen dennoch bedeutete. Das, liebe Organisatoren, habt ihr freiwillig auf euch genommen. Ich hätte dazu keine Zeit und wahrscheinlich auch keine Lust, daher finde ich es erwähnens- und dankenswert.
Die gekaufte Wolle lagert schon als Wärmedämmung im Wollzimmer, die neuen Anleitungen liegen auf dem Nachttisch und ich freue mich über meinen neuen Wickeldorn ... immerhin ...
Brigitte 17.10.2011, 21.59
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Kommentare zu diesem Beitrag








Hallo Brigitte
ich war auch da und gebe dir vollkommen Recht.Was ich sagen muß ich habe an 2 Kurse teilgenommen und die waren toll und lehrreich.Trotzdem werde ich nächstes Jahr nach Bonn fahren,aber dann nur einen Tag.Es kann nur besser werden.
LG Bea
vom 17.10.2011, 22.40