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BrigitteR


Ausgewählter Beitrag

Spinn' ich oder spinn' ich nicht?

Die Frage ist nicht ganz unberechtigt.

Mein letzter Eintrag zum Thema "Spinnen" war im Januar. Genau so lange stehen die Spinnräder wieder unberührt in den Ecken herum. Ich komme einfach nicht dazu, mir fehlt die Ruhe und ich stricke wohl lieber.

Seit einiger Zeit denke ich darüber nach, ob ich meine Spinnräder und die Sammlung Spinnwolle nicht einfach verkaufen soll. Aber das bringe ich doch nicht so recht übers Herz.
Wäre ich wenigstens eine Quartalsspinnerin, die anfallsweise gleich ein bis zwei Kilo Garn herstellt um es dann auch zu verstricken ... aber nein. Mehr als zwei Abende hintereinander spinne ich nicht und die letzten acht Monate gar nicht.

Dann reduziere doch wenigstens, sage ich mir. Ok, reduzieren ist ein gutes Stichwort. Aber welches der Räder würde dieser Maßnahme zum Opfer fallen?
Das alte Louet S10? Nein, das brauche ich, wenn ich denn spinne, zum Zwirnen. Die großen Spulen sind einfach prima dafür.
Das kleine Joy? Nein! Mein absoluter Liebling.
Das Traditional? Nö! Damit spinne ich, wenn ich spinne, richtig gerne.
Reduzieren? Doch kein gutes Stichwort.

Jetzt kommt die kühlere Jahreszeit und die Abende werden länger. Da könnte ich doch wirklich wieder mal spinnen. Sicher, das könnte ich, ich weiß aber genau, dass ich es nicht oder nur zu selten tun werde. Also ... behalte ich die Räder?

Ich könnte mir vornehmen, die Spinnwolle zu verspinnen und die Räder danach zu verkaufen. Eine Art Fristenlösung.
Vielleicht erwacht meine Spinnleidenschaft dann neu und ich verstehe nicht mehr, warum ich eigentlich jemals mit dem Gedanken spielte, sie verkaufen zu wollen. Oder ich bin froh, wenn die Spinnwolle versponnen ist und erkenne, dass ich endlich für mein Leben genug gesponnen habe.
Diese Möglichkeit erscheint mir rein theoretisch die vernünftigste, sie setzt aber voraus, dass ich micht ans Spinnrad setze und spinne.

Ein regelmäßiges Spinntreffen wäre sicher sinnvoll und hilfreich für meine Motivation.
Finden sich Gleichgesinnte in meiner Umgebung?
Finde ich die Zeit?

Vertrackte Situation!

Bis zum Jahresende gebe ich mir noch Bedenkzeit.

Brigitte 23.09.2009, 11.39

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Kommentare zu diesem Beitrag

3. von Jule

Hallo Brigitte,
zur Zeit geht es mir genauso. Irgendwie scheine ich doch lieber zu stricken, als am Spinnrad zu sitzen. Dabei mag ich den Handspinncharakter an Wolle soooo sehr.
Auf die Dauer werde ich wohl mein Kromski Sonata verkaufen. Mein altes Henkys gebe ich nicht ab. Never ever.

LG von Jule

vom 30.09.2009, 14.19
2. von Bea

von den aufgezählten Spinnrädern würd ich an Deiner Stelle höchstens das Traditional abgeben.
Das S10 und das Joy zusammen müssten doch alles liefern, was das Traditional draufhat, oder nicht?

Ich hab mich ja rigoros getrennt. Von 3 Spinnrädern ist nur eines über: Das Tom. Auch ich spinne nur sporadisch und fast immer projektbezogen. Das Spinnrad steht oft sehr lange bis wieder Wolle draufkommt. Aber hergeben würde ich das Tom garnienicht. Deshalb: Wenn du Platz hast, dann behalte alle drei...

Grüßle, die Bea

vom 23.09.2009, 14.30
1. von Bine

Hallo Brigitte,

das ging mir ja eine Weile nicht anders - inzwischen spinne ich immer, wenn ich nur mal eben 10 Minuten Zeit habe. Spinnen kann man meterweise - beim stricken geht of mal fix weglegen nicht. So komme ich sicher auf ein halbes Stündchen am Tag, das produziert keine Wollberge, aber ab und an wird so auch ein Kilochen fertig. Man muss so oft mal 5 Minuten aufs Nudelwasser warten, oder auf die Kids um rauszugehen, oder oder.... :-).

Versponnene Grüße

Bine :schaf:

vom 23.09.2009, 11.44