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Ausgewählter Beitrag
die verstrickte Dienstagsfrage
Wenn man mit einem Hobby wie das Stricken oder Häkeln beginnt, geht es
in einer ersten Phase darum, Techniken zu erlernen, zu beherrschen und
zu verstehen und sich somit Herausforderungen zu stellen. Die Entdeckung
an sich macht Spaß, und nach dem Motto "Mal gucken, wie es geht und ob
ich das schaffe" beschäftigt man sich, solange alles neu und aufregend
ist, schon mal mit Projekten, die man sonst nicht in Angriff nehmen
würde. Bei mir waren es zum Beispiel Lace-Arbeiten, Zierdeckchen und
Dekogegenstände, die ich als Kind und Jugendliche im Überfluss und in
allen Varianten gestrickt und gehäkelt habe. Ist diese erste
Entdeckungsphase aber vorbei und hat man sich selbst bewiesen, dass man
bestimmte Dinge kann, werden sie uninteressant – und sind einem mitunter
rückblickend, so geht es mir zumindest, vielleicht sogar eher peinlich.
Ich bin neugierig: Was habt Ihr so in Eurer "Anfängerphase" gestrickt
oder gehäkelt, was Ihr heute auf gar keinen Fall mehr machen würdet?
Da muss ich schon ein wenig nachdenken.
Peinlich ist mir nichts von dem, was ich gestrickt habe und ich habe, obwohl ich mich selbst als routinierte Strickerin bezeichnen würde, viel Freude am Ausprobieren.
Immer wieder finde ich Dinge, die ich gerne einmal stricken würde und tue es dann meistens auch. Handarbeitstechnische Herausforderungen gibt es immer noch genug.
Die angesprochenen Spitzendeckchen stricke ich sehr gerne, wenn sie auch nicht zu meinem Einrichtungsstil passen. Ich habe mit 16 oder 17 eine Spitzendecke mit dem stattlichen Durchmesser von 1,60m gestrickt, das ist wohl so ein Teil, das ich nicht noch einmal stricken würde.
Nicht noch einmal würde ich die grell bunten, sackartigen Baumwollpullover stricken, die ich Anfang der 80er Jahre hergestellt und getragen habe aber peinlich sind sie mir nicht.
Es mag an der rückblickend beschönigenden, selektiven Wahrnehmung liegen, aber mehr fällt mir nicht ein.
es fragte das Wollschaf
Brigitte 24.01.2012, 10.06
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